Rechenzentrum Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Leistungen für das Projekt
Mit dem neuen Rechenzentrum der Johannes Gutenberg-Universität Mainz wurde ein zukunftsweisendes Infrastrukturprojekt auf dem Campus der Universität Mainz realisiert. GePlan Ingenieure begleitete das Projekt als Generalplaner für die Leistungsphasen 2-4 und 6-8. Damit übernahmen wir zentrale Verantwortung für Planung, Vergabe und Bauüberwachung.
Das Projekt zeigt, wie anspruchsvoll moderne Rechenzentren heute geplant werden müssen: Sie benötigen hohe Verfügbarkeit, leistungsfähige Gebäudetechnik, zuverlässige Stromversorgung, effiziente Kühlkonzepte, sicherheitssensible Gebäudebereiche und eine klare Ausrichtung auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz.
Vom Projektbeginn am 13.01.2020 über den Baubeginn am 27.03.2023 bis zum Projektabschluss am 31.12.2025 entstand in Mainz ein neues Rechenzentrum, das die digitale Infrastruktur der Universität langfristig stärkt.
Das Projekt auf einen Blick
Fakten & Daten zum Rechenzentrum Mainz
- Standort: Campus der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz
- Leistung GePlan Ingenieure: Generalplanung für die Leistungsphasen 2–8
- Projektzeitraum: 13.01.2020 bis 31.12.2025
- Gebäudefläche: ca. 2.133 m²
- Serverraumflächen: ca. 172 m² für Verwaltungs-IT und ca. 475 m² für HPC-Systeme
- PUE-Wert: ≤ 1,15
- Technische Besonderheiten: direkte Warmwasserkühlung, Klimakaltwasserkühlung, Lüftungsanlage und Wärmerückgewinnung
- Besonderheiten im Bereich Nachhaltigkeit: Photovoltaik auf Dachfläche und Fassadenanlage
- Gesamtkosten: < 27 Millionen Euro
Ein neues Rechenzentrum für die Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Sicherheit und Fortschritt für Wissenschaft und Forschung
Das neue Rechenzentrum der Johannes Gutenberg-Universität Mainz schafft eine leistungsfähige technische Grundlage für Forschung, Wissenschaft, Lehre und Verwaltung. Als zentrale Infrastruktur auf dem Campus unterstützt es den akademischen Betrieb der Universität Mainz und stärkt die digitale Leistungsfähigkeit eines wichtigen Wissenschaftsstandorts in Deutschland.
Moderne Forschung benötigt sichere Datenverarbeitung, zuverlässige IT-Infrastruktur und hohe Verfügbarkeit. Ob wissenschaftliche Software, Simulationen, große Datenmengen oder Anwendungen im Bereich der künstlichen Intelligenz: Die Anforderungen an Kapazität, Sicherheit und Leistung steigen stetig.
Das neue Rechenzentrum in Mainz ist darauf ausgerichtet. Neben der Verwaltungs-IT bietet es Flächen für HPC-Systeme, also besonders leistungsfähige Rechnerstrukturen für rechenintensive Analysen und wissenschaftliche Anwendungen.
Damit leistet das Rechenzentrum der Uni Mainz einen wichtigen Beitrag, um Wissenschaft und Forschung in Deutschland weiterzubringen – mit moderner Technik, hoher Sicherheit und einer Infrastruktur, die auch zukünftige Entwicklungen unterstützt.
Neubau mit hoher technischer Komplexität
Gebäudetechnik, Kühlung und Versorgung im Zusammenspiel mit Nachhaltigkeit
Der Neubau des Rechenzentrums der Johannes Gutenberg-Universität Mainz war ein technisch anspruchsvolles Gebäudeprojekt. Architektur, Gebäudetechnik, Sicherheit, Stromversorgung, Kühlung, Brandschutz, Lüftung und Betrieb mussten frühzeitig aufeinander abgestimmt werden, damit technische Infrastruktur, Rack, Serverschrank und Gebäudebetrieb zuverlässig zusammenspielen.
Ein zentraler Bestandteil war die Konzeption der Gebäudetechnik. Dazu gehörten unter anderem die Planung von Lüftungsanlage, Kühlungsanlage, Energie- und Versorgungskonzepten sowie sicherheitsrelevanten Gebäudebereichen. Besonders wichtig für den HPC-Bereich ist die Kühlung von IT-Systemen durch Direct Liquid Cooling, ergänzt durch einen Anteil luftgekühlter Systeme. Für das DLC werden Kalt- und Warmwasser-Kühlsysteme verwendet. Letztere arbeiten lediglich mit Freiluftkühlung ohne Kompressoren. Zur Erhöhung der Betriebssicherheit wurde beim Kaltwassersystem eine n+1-Redundanz mit ringförmiger Wasserverteilung umgesetzt.
Ergänzend wurde die Wärmerückgewinnung berücksichtigt. So kann die im Betrieb entstehende Abwärme technisch sinnvoll genutzt und in Verbindung mit einem passenden Wärmenetz zur Effizienz und Nachhaltigkeit des Gebäudes beitragen. Auch Photovoltaikflächen auf dem Dach sowie an der Fassade wurden eingeplant. Gemeinsam mit Kühlung, Wärmerückgewinnung und technischer Versorgung entstand ein Konzept, das auf Leistung, Verfügbarkeit und nachhaltigen Betrieb ausgelegt ist.
Für die Sicherheit und Überwachung wurden eine Zutrittskontrollanlage, Einbruchs- und Brandmeldeanlagen, sowie ein Videosystem installiert. Um den durchgängigen Betrieb des Rechenzentrums sicherzustellen wurde eine redundante Stromversorgung umgesetzt, bestehend aus einer unterbrechungsfreien Stromversorgung (USC) und einer Notstromversorgung.
Für das neue Rechenzentrum wurde mit einer 3D-Modellierung gearbeitet. Dadurch konnten technische Zusammenhänge, Leitungsführungen, Anlagen, Räume und Schnittstellen präzise geplant werden. Gerade in einem Rechenzentrum treffen viele Gewerke auf engem Raum zusammen. Stromversorgung, Kühlung, Lüftung, Brandschutz, Sicherheitstechnik, Gebäudesteuerung und IT-nahe Infrastruktur müssen exakt koordiniert werden. Aus dem 3D-Modell wurden anschließend die erforderlichen 2D-Planunterlagen für Ausschreibung, Ausführung und Kontrolle abgeleitet. Die Entwurfsplanung wurde durch den TÜV IT-Nord geprüft und freigegeben.
GePlan Ingenieure war bei diesem Projekt als Generalplaner für die Leistungsphasen 2 bis 8 verantwortlich. Von der frühen Planungsphase über Entwurf, Genehmigungs- und Ausführungsplanung bis zur Vergabe, Objektüberwachung und Übergabe wurde das Projekt fachlich begleitet.
Ziel war nicht nur ein neues Gebäude, sondern ein funktionierendes technisches Zentrum für die digitale Infrastruktur der Johannes Gutenberg-Universität Mainz – ausgelegt auf Forschung, Wissenschaft und Digitalisierung.
Vom Spatenstich bis zur Einweihung
Das Projekt aus Kundensicht
Sie möchten wissen, wie der Bauherr das Projekt bewertet? Die JGU Mainz berichtet auf ihrer Website ausführlich über ihr neues Rechenzentrum.
Im Video der Uni Mainz können Sie die Entstehung des Gebäudes und die einzelnen Baufortschritte noch einmal mitverfolgen.
Unsere allgemeine Vorgehensweise
Planung & Umsetzung von Ihrem Rechenzentrum
Die Komplexität beim Neubau eines Rechenzentrums wird oft unterschätzt. Deshalb beginnen wir ein neues Projekt mit einer umfassenden Beratung zu technischen Möglichkeiten, Investitionskosten, Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit der Systeme. Auf dieser Grundlage entwickeln wir ein passendes technisches Konzept für den jeweiligen Anwendungsfall.
In der Planungsphase werden diese Konzepte berechnet, dimensioniert, zeichnerisch dargestellt und mit den Genehmigungsbehörden abgestimmt. Dabei berücksichtigen wir sowohl die klassischen Leistungsphasen der HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) als auch die individuellen Anforderungen des Projekts. BIM (Building Information Modeling) und 3D-Planung spielen dabei eine immer wichtigere Rolle.
Auch bei Auftragsvergabe, Objektüberwachung, Qualitätskontrolle, Terminplanung, Kostenkontrolle, Abnahme und Funktionsprüfung begleiten wir das Projekt zuverlässig. Entscheidend ist dabei ein sauberes Schnittstellenmanagement zwischen Bauherr, Nutzer, Betreiber, Fachplanern und ausführenden Unternehmen. So entsteht ein Rechenzentrum, das technisch, wirtschaftlich und organisatorisch zum Projekt passt.
Unsere allgemeine Vorgehensweise im Überblick:
- Workshop zu den Anforderungen der Nutzer: Flächenbedarf, Leistungsbedarf, Verfügbarkeit, Zertifizierungen
- Interaktive Workshops mit Nutzern, Betreiber und Bauherrn erlauben schnellere Planungsansätze und ermöglichen eine schnelle Rückkopplung im agilen Planungsprozess.
- Workshops mit Ingenieuren und Architekten, Nutzern etc. zu besonderen Themen (z.B. Klimatisierung, Löschung, Druckentlastungsöffnungen, Türen, Erdung) zur schnellen Abstimmung.
- Erstellen einer Ergebnisorientierten funktionalen Leistungsbeschreibung
- Zusammenfassen der Ausschreibungen der Einzelgewerke
- Abstimmen der Schnittstellen
- Zusammenfassen der wesentlichen Projektinformationen
Zertifizierungen & Siegel
Ausgezeichnet für Ihr Projekt!
- Zertifizierter Fachplaner für Brandmeldeanlagen nach DIN 14675
- Zertifizierter Fachplaner für Sprachalarmierungsanlagen & Fachplaner für Lichttechnik
- Sachkundiger für Blitzschutzanlagen
- VdS zertifizierter Sachverständiger für Elektromagnetische Verträglichkeit
- Fachplaner für Gebäudesteuerung KNX / EIB
- Zertifizierter Fachplaner nach VDI 6023 Trinkwasserhygiene
- Zertifizierter Fachplaner nach VDI 6022 RLT-Anlagen
- QM Zertifiziert nach ISO 9001:2015
- Zertifizierte RZ-Planer (TSI.Professional) im Kontext der DIN EN 50600 / TÜViT-Kriterienkatalog
Plan und Struktur bei Rechenzentren
mit GePlan Ingenieure GmbH & Co.KG
Rechenzentrum ist eine langfristige Investition in digitale Leistungsfähigkeit, Sicherheit und zuverlässigen Betrieb.
GePlan Ingenieure begleitet Projekte von der ersten Analyse über Planung und Konzeption bis zur Umsetzung und Fertigstellung. Dabei verbinden wir technische Erfahrung, strukturierte Projektsteuerung und ein tiefes Verständnis für moderne Rechenzentren.
Das Rechenzentrum der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zeigt, wie aus einem klaren Plan, präziser Planung und anspruchsvoller Gebäudetechnik ein zukunftsfähiges Zentrum für Forschung, Wissenschaft, Digitalisierung und akademischen Betrieb entsteht.
Aktuelles & Wissenswertes
Rechenzentren, TGA & Gebäudeautomation

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